Photovoltaik-Zubau 2025: 749.509 neue Anlagen
Im Kalenderjahr 2025 sind in Deutschland 749.509 Photovoltaikanlagen neu in Betrieb gegangen. Das entspricht 16,6 Prozent des heutigen Gesamtbestands – in einem einzigen Jahr. Interessanter als die Gesamtzahl ist aber, wo der Ausbau stattfindet: Die höchsten Zubauquoten haben nicht die Flächenländer, sondern die Stadtstaaten. Diese Auswertung stützt sich auf den Gesamtdatenexport des Marktstammdatenregisters mit Stand 27. August 2026.

749.509 Anlagen kamen 2025 neu hinzu, der Bestand liegt bei 4.514.112 Anlagen und 90.697 MW. Absolut führt Nordrhein-Westfalen mit 148.509 neuen Anlagen vor Bayern mit 129.072. Gemessen am eigenen Bestand liegen dagegen Hamburg, Bremen und Berlin mit 25 bis 27 Prozent vorn – Bayern bildet mit 12,6 Prozent das Schlusslicht.
- Zubau 2025 bundesweit: 749.509 Anlagen, 16,6 % des heutigen Bestands
- Absoluter Spitzenreiter: Nordrhein-Westfalen mit 148.509 neuen Anlagen
- Höchste Zubauquote: Hamburg mit 26,8 %, gefolgt von Bremen und Berlin
- Niedrigste Zubauquote: Bayern mit 12,6 %, bei zugleich größtem Bestand
- Größte Anlagen: Mecklenburg-Vorpommern mit 58,6 kWp im Schnitt
- Kleinste Anlagen: Berlin mit 8,4 kWp im Schnitt
Wie viele Solaranlagen wurden 2025 in Deutschland gebaut?
749.509 Einheiten mit einem Inbetriebnahmedatum im Kalenderjahr 2025 sind im Marktstammdatenregister erfasst. Zum Vergleich: Der gesamte Bestand aller je gebauten und noch in Betrieb befindlichen Anlagen umfasst 4.514.112 Einheiten. Jede sechste Anlage, die heute in Deutschland Strom erzeugt, ist also im vergangenen Jahr dazugekommen.
Datengrundlage: Gesamtdatenexport des Marktstammdatenregisters, Stand 27. August 2026. Gezählt werden Solareinheiten mit dem Betriebsstatus «in Betrieb». Der Zubau bezieht sich auf das Inbetriebnahmedatum, nicht auf den Zeitpunkt der Registrierung. Nachmeldungen können die Zahl für 2025 noch geringfügig erhöhen.
Welches Bundesland hat 2025 am meisten zugebaut?
| Bundesland | Zubau 2025 | Anteil am Bestand | Ø Anlagengröße |
|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 148.509 | 18,0 % | 13,3 kWp |
| Bayern | 129.072 | 12,6 % | 23,7 kWp |
| Baden-Württemberg | 113.346 | 15,6 % | 15,8 kWp |
| Niedersachsen | 93.195 | 18,3 % | 16,0 kWp |
| Hessen | 52.594 | 17,3 % | 14,0 kWp |
| Rheinland-Pfalz | 47.222 | 17,5 % | 17,2 kWp |
| Sachsen | 28.927 | 17,8 % | 22,5 kWp |
| Schleswig-Holstein | 28.380 | 18,5 % | 23,6 kWp |
| Brandenburg | 25.955 | 19,0 % | 55,4 kWp |
| Sachsen-Anhalt | 19.813 | 18,9 % | 41,7 kWp |
| Thüringen | 18.484 | 19,0 % | 24,1 kWp |
| Berlin | 11.995 | 25,8 % | 8,4 kWp |
| Mecklenburg-Vorpommern | 11.981 | 18,4 % | 58,6 kWp |
| Saarland | 10.212 | 19,1 % | 15,7 kWp |
| Hamburg | 6.230 | 26,8 % | 9,2 kWp |
| Bremen | 3.594 | 26,5 % | 10,7 kWp |
Nordrhein-Westfalen führt absolut, was bei der Einwohnerzahl wenig überrascht. Bemerkenswert ist die dritte Spalte: Bayern hat mit Abstand den größten Bestand und zugleich die niedrigste Zubauquote aller Länder. Das ist kein Einbruch, sondern ein Sättigungseffekt – wo bereits über eine Million Anlagen stehen, fällt jede neue prozentual weniger ins Gewicht.
Warum liegen die Stadtstaaten bei der Quote vorn?
Hamburg, Bremen und Berlin erreichen Zubauquoten zwischen 25 und 27 Prozent – Werte, die kein Flächenland auch nur annähernd erreicht. Der Grund liegt in der Ausgangslage: Wer wenig Bestand hat, wächst prozentual schneller. Berlin kam Ende 2024 auf rund 34.000 Anlagen und legte 11.995 dazu.
Zweiter Faktor: die Anlagengröße. Berlin kommt auf 8,4 kWp je Anlage, Hamburg auf 9,2, Bremen auf 10,7 – gegenüber einem Bundesmittel von 20,1 kWp. Das sind überwiegend kleine Dachanlagen und Steckersolargeräte. Diese sind schneller installiert und brauchen weniger Fläche, was den hohen Stückzahlzuwachs erklärt.
Die höchste Zubauquote aller 400 Kreise hat die Stadt Kassel mit 28,4 Prozent, gefolgt von Bremen mit 27,3 und Hamburg mit 26,8 Prozent. Unter den zehn dynamischsten Kreisen sind fast ausschließlich kreisfreie Städte.
Wo stehen die größten Anlagen?
Die durchschnittliche Anlagengröße spreizt sich um den Faktor sieben: von 8,4 kWp in Berlin bis 58,6 kWp in Mecklenburg-Vorpommern. Dahinter steht kein besseres Dach, sondern eine andere Bauart. In den ostdeutschen Flächenländern prägen Freiflächenanlagen das Bild, in den Städten kleine Dachanlagen.
Das erklärt auch die auffälligste Zahl im gesamten Datensatz: Brandenburg hat 136.693 Anlagen und kommt damit auf 7.572 MW – mehr installierte Leistung als Niedersachsen mit über 500.000 Anlagen. Wer Bundesländer nur nach Anlagenzahl vergleicht, vergleicht das Falsche.
Was diese Zahlen nicht sagen
Sie sagen nichts über den erzeugten Strom. Das Register führt installierte Leistung, keine Erträge. Eine Anlage in Bayern erzeugt bei gleicher Leistung mehr als eine an der Nordsee, was diese Auswertung nicht abbildet.
Sie sagen außerdem nichts über die Zukunft. Eine hohe Zubauquote in einem kleinen Bestand ist leichter zu erreichen als in einem großen. Und der Zubau eines Jahres wächst durch Nachmeldungen noch eine Weile nach – deshalb steht auf jeder unserer Seiten das Stand-Datum.
Häufige Fragen
Wie viele Photovoltaikanlagen gibt es in Deutschland?
4.514.112 Einheiten mit dem Betriebsstatus «in Betrieb» sind im Marktstammdatenregister erfasst, zusammen 90.697 MW installierte Bruttoleistung. Stand der Auswertung: 27. August 2026.
Welches Bundesland hat die meisten Solaranlagen?
Bayern mit 1.021.170 Anlagen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 827.155 und Baden-Württemberg mit 724.512. Bei der installierten Leistung führt Bayern ebenfalls, allerdings mit geringerem Abstand.
Wo wurde 2025 am meisten zugebaut?
Absolut in Nordrhein-Westfalen mit 148.509 Anlagen. Gemessen am eigenen Bestand in Hamburg mit 26,8 Prozent, gefolgt von Bremen und Berlin.
Warum hat Brandenburg so viel Leistung bei wenigen Anlagen?
Weil dort überdurchschnittlich viele Freiflächenanlagen stehen. Die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 55,4 kWp gegenüber 20,1 kWp im Bundesmittel.
Sind Balkonkraftwerke in diesen Zahlen enthalten?
Ja. Steckersolargeräte sind eigene Einheiten im Register. Sie erklären einen Teil der hohen Zubauquoten in den Städten und drücken zugleich die durchschnittliche Anlagengröße.
Woher stammen die Zahlen?
Aus dem Gesamtdatenexport des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur, von uns auf Landkreis- und Gemeindeebene ausgewertet. Die Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.
Weiterführende Beiträge
- Solaratlas: die Zahlen für Ihren Landkreis und Ihre Gemeinde
- Zubau: wie wir zählen und warum die Quote mehr aussagt
- Freiflächenanlage: warum Leistung und Anzahl auseinanderfallen
- Marktstammdatenregister: die Datenquelle
Quellen
| Quelle | Dokument | Stand | Abgerufen |
|---|---|---|---|
| Bundesnetzagentur | Marktstammdatenregister, Gesamtdatenexport | 27.08.2026 | 27.08.2026 |
| sonne-24.de | Eigene Auswertung, 400 Landkreise und 10.751 Gemeinden | 27.08.2026 | 27.08.2026 |
| GovData | Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 | geltende Fassung | 27.08.2026 |
Stand: 2. September 2026
Maik Möhring ist Herausgeber von sonne-24.de. Er bereitet öffentlich zugängliche Register- und Behördendaten so auf, dass Verbraucherinnen und Verbraucher damit konkrete Entscheidungen treffen können, und verantwortet die Quellenprüfung jedes Beitrags.
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