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Schwachwindanlagen

Was ist eine Schwachwindkraftanlage?

27.12.2011 - JB - Seit ca. 2009 / 2010 werden in Deutschland sog. "Schwandwindkraftanlagen" angeboten. Manchmal ist auch von Hauswindkraftanlagen die Rede. Dabei handelt es sich um (K)WKA (Kleinwindkraftanlagen), welche meist unter 2 Meter Rotordurchmesser haben. Angepriesen werden diese Geräte mit einer angeblich einzigartigen Eigenschaft; sie laufen schon bei ca. 2 m/s Windgeschwindigkeit an. Nun, das mag ja alles stimmen - es stimmt offenbar - doch welcher Vorteil ergibt sich für den Betreiber? Diese Frage soll hier geklärt werden.

Warum sollte man "schwachen" Wind nutzen?

Eines ist doch klar: Im starken Wind steckt auch viel Energie. Es lohnt sich, starke Winde zu "ernten", also einen elektrischen Stromgenerator damit anzutreiben. Umso stärker der Wind weht, umso besser. Bei einer Verdopplung von sagen wir 3 m/s Windgeschwindigkeit auf 6 m/s Windgeschwindigkeit ergibt sich nicht etwa auch eine Verdopplung der erzeugen elektrischen Energie, sondern....... eine Verachtfachung. Wenn also eine kleine WKA bei 3 m/s sagen wir 50 Watt leistet, dann wird sie bei 6 m/s 8 x so viel leisten, also rund 400 Watt.

Viel Theorie

Das alles ist aber leider bisher auch nur Theorie. Die Praxis sieht anders aus. Sie ist sehr nüchtern! Rein theoretisch kann man bei einer Windgeschwindigkeit von 8 Meter/Sek (das sind ca. 28 km/h, bzw. Windstärke 4) bis zu rund 300 Watt Leistung pro Quadratmeter Rotorfäche ernten. Doch der "Erntefaktor" liegt bei rund 50 %. Das bedeutet, das die besten WKA von diesen 300 Watt nur rund 150 Watt ernten können. Die Besten wohlgemerkt. Viele schaffen nicht mal 25 %.

Deswegen lohnt es nicht, Schwachwinde zu ernten

Das bedeutet; die so "tolle" Eigenschaft mancher WKA, welche kein "Rastmoment" haben, und eine "geniale" Erfindung sind, nützt rein gar nichts. Denn welche Energie will man denn ernten, wenn der Wind eh schon so schwach ist, dass er praktisch keine effektive Energie haben kann? Zaubern können die kleinen WKA auch nicht.

Die Fakten

Keine große Windkraftanlage läuft bei Schwachwind! Warum eigentlich nicht? Es muss doch einen Grund haben. Nun, ganz einfach, es lohnt einfach nicht, die Anlage zu starten, wenn der Wind so schwach ist. Man lässt sie dann lieber ruhen, und wartet auf Winde die stärker wehen. Dies sollte sich jeder vor Augen halten, wer die Werbeversprechen der "Schwachwindkraftanlagen" oder auch "Hauswindkraftanlagen" liest.

Eine Windtabelle

Bezeichnung  Beaufort (Windstärke)  Knoten ca.  km/h ca.  m/sek. ca.  Watt/qm ca.  Beschreibung 
schwache Brise  15  50   Zweige bewegen sich 
mäßige Brise  13  25  250  Staub hebt sich 
frische Brise   18  35  10  600  kleine Bäume schwanken  
starker Wind  25  45  13  1200  Pfeifton z.B. an Drahtleitungen  
steifer Wind  30  55  16  2500  deutliche Hemmung beim Gehen 
stürmischer Wind  38  70  20  5000  Gehen sehr schwer, fast unmöglich 
Sturm  45  80  23  7000   Schäden an Häusern/Gebäuden 
schwerer Sturm  10  52  95  27  10000   Bäume werden entwurzelt 
orkanartiger Sturm  11  60  110  32  15000   schwere Sturmschäden  
Orkan  12  65  120  35  25000   schwere Orkanschäden  

Ergänzende Links