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Platzende Kohlenstoffblase

Die Gefahr ist real

29.06.2015 - sonne-24/jb - In einer Marktwirtschaft ist es nicht ungewöhnlich, das Versicherungen, Banken, Stiftungen, Kommunen, Privatpersonen u.s.w. Ihr Geld in Unternehmen investieren, welche Gewinne versprechen und abwerfen. Denn die Hoffnung auf Reichtum, Unabhängigkeit und damit auch verbundene Macht ist groß. Doch jeder Vorteil kann auch seinen Nachteil haben, nämlich dann wenn in die falschen Unternehmen investiert wird, und dabei die Umwelt zerstört wird.

Jeder sieht nur seinen Vorteil?

Ohne Skrupel werden dabei Unternehmen gestützt, welche mit der Nutzung von fossilen Energien, und damit der Ruinierung des Weltklimas befasst sind. Dies ist oft ein sicheres Geschäftsmodell, denn die Verfügungsrechte von fossilen Energiestoffen (Gas, Öl usw.) werden sogar mit militärischer Macht durchgesetzt. Angst vor dem Klimawandel interessiert den Beteiligten oft nur am Rande. Auch mal auslaufendes Erdöl am Grunde des Ozeans in riesigen Mengen scheint die Menschheit offenbar schnell zu vergessen. "Klimawandel? Umweltschonung? Das hat doch noch Zeit!"

Was versteht ein Mensch?

Wer nur im Abwägen von finanziellem Gewinn und Verlust befangen ist, lässt sich nur ansprechen, wenn ihm ein Risiko vor Augen geführt wird, welches er auch versteht. Das eine Spekulationsblase platzen kann, dieses Risiko leuchtet jedem Börsenspekulanten sofort ein, und davor hat er auch Angst.

Die Kohlenstoffblase

Doch auch eine Kohlenstoffblase (Investitionen in fossile Unternehmen) kann platzen. Die aktuelle Bewertung der Fossilunternehmen ergibt sich aus der Vorstellung, dass alle bekannten fossilen Bodenschätze noch gefördert und genutzt werden. Wem allerdings bewusst ist, dass jede weitere Förderung z.B. von Kohle, Gas, und Öl den Klimakollaps noch verschlimmert, und die Ressourcen deshalb in der Erde bleiben müssen, der erkennt auch die Überbewertung fossiler Unternehmen.

Die Klimaabgabe

Sigmar Gabriels Vorschlag einer Klimaabgabe hat wohl einigen Fossil-Spekulanten einen Schock versetzt, wie die Reaktionen zeigen. Eine Beschränkung der Kohle- und Ölförderung würde dazu führen, dass die Gewinne einiger Analysten geringer eingeschätzt werden. Vorsichtige Anleger werden dann ihr Kapital abziehen, was den Aktienkurs fallen lässt. Das alarmiert andere Anleger, welche die Gewinnaussichten prüfen und solange die Papiere noch einen guten Wert darstellen - ebenfalls ihr Kapital abziehen.

So kommt es zu einer sich selbst verstärkenden Abwärtsbewegung. Die Papiere werden immer wertloser. Kommunen, die an den fossilen Unternehmen beteiligt sind, werden in den Strudel gerissen. Staaten, die ihre Banken retten wollen, bekommen Probleme. Die Ratingagenturen werden mit ihren Abwertungen kaum noch mitkommen. So könnte die "Kohlenstoffblase" platzen.

Vergleich zur geplatzten Immobilienblase

Ein Vergleich mit der geplatzten Immobilienblase im August 2007 liegt nahe, doch die Kohlenstoffblase ist voluminöser. Die Angriffe kommen diesmal von zwei Seiten: Manche fürchten um ihre Gewinne. Andere das Ihr Ausstieg aus fossilen Beteiligungen die Welt vor der Klimakatastrophe retten kann. Die einstimmige Entscheidung des norwegischen Parlaments vom 6. Juni 2015, dass der norwegische Rentenfond (der zweitgrößte der Welt) alle Anteile von Firmen verkaufen soll, die mit mehr als 30 % an Kohlenutzungen beteiligt sind, liefert einen Vorgeschmack davon, was noch geschehen kann.

In Speicher investieren

Wenn nicht mehr in den Erhalt der fossilen Kraftwerke investiert wird, könnte das fossile Zeitalter innerhalb weniger Jahre zu Ende gehen. Ein Wunschdenken? Wenn aber insolvente Fossil-Unternehmen keinen Strom mehr liefern können, kann genau dies passieren.

Die Empfehlung

Wir empfehlen deshalb dringend, dass sich finanzielle Anstrengungen den Erneuerbaren Energien und ihren Speichern zuwenden sollten. Erst mit einer ausreichenden Menge von Energiespeichern können Wind- und Sonnenenergie die Atom- und Fossilenergien vollständig ersetzen.

Weitergehende Links

Dieser Text stammt übrigens zu großen Teilen vom SFV in Aachen (Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.), siehe Link oben.