Sie sind hier:

Platzende Kohlenstoffblase

Kiesabbau Hunteburg

Atomlobby beeinflusst

Chance für Deutschland

Atompolitik in der Bank

Betrug der Regierung?

Klimagipfel in Kopenhagen

Inbetriebnahme PV Anlage

Umweltbank fährt elektrisch

Bundestagswahl 2009: Betrug?

Drosseln von Benzinrollern

Milchbauerstreik in Brüssel

Die Europawahl 2009

Unwort: Abwrackprämie

23 Jahre Tschernobyl

Archiv

Barack Obama

Castortransport 2008

Der AKW GAU von 1986

Der Zwischenfall in Krsko

Klimaschutz ist nötig

Die Schmiergeldlobby

Druckmittel (Erd)Öl

Ölpipeline gekappt

BMU ohne Atomstrom

Arbeitsplätze Alternative Energie

Castortransport 2006

Arbeitgeber gibt keine Arbeit

gegen Atomkraft

Harrisburg, der Beinaheunfall

Kernfusion: keine Lösung

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Wichtige AKW Info

Kommentar abgeben

Neues bei sonne-24

Gästebuch

Impressum

Kontakt

Sitemap / Inhalt

Machen Sie mit

Seite bewerten

Seite empfehlen

Harrisburg, der Beinaheunfall

(Liste AKW) 10.12.2006 JB. Was ist denn jetzt schon wieder passiert? Ich dachte, Atomunfälle passieren nur alle 10000 Jahre! So sagt es doch die Atomlobby selber. Wie aber ist es zu erklären, dass es nach div. z.T. auch gefährlichen Zwischenfällen / Störungen in Atomkraftwerken nun einen "Beinahe-Knall" gegeben hat? Einer der ersten ist der hier berichtete, noch vor Tschernobyl ist in Harrisburg eine Fast-Katastrophe passiert.

Oben eine Aufnahme des besagten AKW. Hinten die beiden großen Türme sind die sog. "Kühltürme". In den beiden kleineren runden Türmen sind die beiden Reaktoren, in denen die Uran Brennstäbe verbrannt werden. Dabei wird eine extreme Hitze erzeugt, mit dessen Hilfe - wie in jedem AKW angewandt - Wasser zu Dampf erhitzt wird, welches dann Turbinen zugeführt wird. Diese wandeln den Druck des Wasserdampfes in Drehbewegung um, und treiben einen elektrischen Stromgenerator an, welcher dann eben den Strom erzeugt.

Wo, wann, und was genau ist denn passiert?

Es war gegen Mitternacht des 27.03.1979 als ein Arbeiter im Block 2 des Atomkraftwerkes "Thee Mile Island" (TMI) im US Bundestaat Pennsylvania nahe der Stadt Harrisburg, einen Druckluftschlauch falsch angeschlossen hatte. Einige Stunden später schalten sich daraufhin Pumpen des Kühlkreislaufes ab. Dies ist der Anfang eines bis zu diesem Zeitpunkt nie dagewesenen Unfalles in einem zivilen AKW.

Wie ging es weiter?

Der seinerzeitige Gouverneur ordnete sofort die Evakuierung von Kindern und Schwangeren an. Hunderttausend Menschen fliehen aus Angst vor den brutalen Folgen, vor den tötlichen Folgen einer Verseuchung. Fünf Tage später ist die Explosionsgefahr gebannt. Die US Reaktorkontrollkommision stellt später fest: Wenn ein zunächst nicht bemerktes s Ventil, welches später noch rechtzeitig bemerkt wurde nur ca. 30 Min. später bemerkt worden wäre, dann, ja dann wären die Brennelemente nicht nur z. T. sondern vollständig geschmolzen, und hätten sich durch den Betonmantel gebrannt. Die Katastrophe, der Super-GAU wäre dann schon 1979 passiert. Aber es ist noch mal gut gegangen. Doch 1986 in Tschernobyl ist es nicht gut gegangen. Das Unfassbare: Washington DC ist nur 2 Fahrstunden entfernt. Und es wird wieder geschehen. Werden wir wieder so viel Glück haben?

Und wieder alles vertuschen

Bis heute (Stand Anfang 2009) ist immer noch nicht klar, welche Mengen an radioaktiven Stoffen und krebserzeugender Strahlung in die Umwelt, in die Umgebung abgegeben wurden. Offizielle Stellen bestreiten natürlich jede gesundheitsschädliche Auswirkung des Unfalles.

Die traurige Bilanz sieht offenabr aber völlig anders aus; Anwohner berichten von Haarausfall, Erbrechen, Durchfall, Hautrötungen, Tod von Haus- und Nutztieren, Mutationen bei Kälbern und Pflanzen nach dem Unfall. Studien zeigen ein Ansteigen der Krebserkrankungen.

Am liebsten würden die Atomkraftwerksbetreiber sogar von einer gesundheitsfördernden Wirkung sprechen, doch dies trauen sie sich bisher noch nicht. Bisher.

Frage; warum bauen einige Menschen Kraftwerke, die hochgradig gefährlich sind, und andere(n) Menschen(leben) und Familien zerstören und auseinander reißen? Nun, weil das eine von vielen Möglichkeiten ist, Geld zu verdienen. Doch dieses Geld ist schlechtes Geld!

Die größte Lüge; Atomkraftwerke sind sicher.

Harrisburg ist der erste Fall, bei dem sich die "Behauptung", Kernkraftwerke seien sicher, bzw. "nahezu absolut sicher", und das Restrisiko bei Kernkraftwerken sei zu vernachlässigen, in dramatischer Weise als falsch herausgestellt hat.

Es gibt viele Dinge / Geräte, welche gefährlich sind. Das ist keine Frage, und das ist grundsätzlich auch kein Riesenproblem. Ein Atomkraftwerk ist jedoch eine ganz große Ausnahme. Es wird ständig behauptet, ein AKW sei sicher, tatsächlich gab es in den 10000 Jahren, in denen es "nur einen Unfall geben dürfte", schon einen ganz großen Gau (Tschernobyl), aber es gibt noch nichtmal seit 100 Jahren Atomkraftwerke. Das Problem ist weiterhin, dass wenn man etwas passiert, gleich ganze Kontinente, ja sogar die ganze Welt bedroht sein kann.

Sowas kann doch nicht normal sein, oder doch?

Hinzu kommt die immer noch unbeantwortete Frage, wohin mit dem Atommüll? Es ist unfassbar, aber was wir Menschen unserer Erde antun, und somit uns selber und unseren Kindern, das ist prähistorisch, grausam, unverantwortbar.

Gleichzeitig "streben" die Atomkraftwerksbetreiber nach einer Laufzeitverlängerung Ihren alten Reaktionen. Dabei ist dies doch per Gesetz untersagt worden. Unfassbar, einfach nur unfassbar.

Aber so wie wir gerne neue Autos mit alter Technik kaufen sollen (um nur ein Beispiel von vielen zu nennen), einfach weil die Herren aus der Entwicklungsabteilung Ihre Kosten x fach wieder reinbekommen möchten, so möchten natürlich auch die Herren der Atomlobby Ihre alten AKW weiter betreiben. Denn diese sind abgeschrieben, und spielen jetzt besonders viel Gewinn ein.

Und bedenken Sie auch dies; Atomstrom ist nur deswegen so günstig, weil die Atomlobby fast alle Kosten auf den Staat abwälzen kann. Der Staat muss sich um den Atommüll und deren Lagerung kümmern, der Staat muss die Castortransporte bewachen (weil die Bürger diesen Transport nicht wollen). Was für ein wunderbares Leben man doch als Atomlobbyist haben kann. Nun, ich wollte so ein Leben nicht leben. Ich könnte es nicht.

Denken Sie drüber nach, denn "sicher" ist nur das Risiko.

Beste Grüße
Jürgen Blumenkamp

Ergänzende Links