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Erfindung der Wasseraufbereitung

05.06.2008 Jeder einzelne musste früher - z.B. vor einigen hundert Jahren - selber "zusehen", woher das Wasser beschafft werden konnte. Zu diesem Zweck gab es öffendliche Brunnen, die z.B. in den Städten waren. Das Wasser dort war natürlich nicht "aufbereitet", es war schlicht Grundwasser, jedoch so sauber, das man es üblicherweise bedenkenlos trinken konnte.

Doch was bedeutet eigentlich "aufbereiten"? Nun, zum einen ist die Wasserqualität (des Grundwassers, Erdreichwasser, Oberflächenwasser, Regenwasser, Niederschlagswasser) heute sicherlich vielfach nicht mehr so gut, wie es früher war. Vielleicht sogar noch besser. Zum anderen hat sich der menschliche Organismus auch durchaus verändert, so das er vielfach nicht mehr so resistent gegenüber Verschmutzungen im Wasser ist. Wegen der erwähnten Verschmutzung kann man heute nicht mehr bedenkenlos einfach so "Brunnenwasser" trinken. Manch ein Mensch verträgt es einfach nicht, andere Menschen schon. Es wird daher allgemein davon abgeraten.

DIE Erfindung - das Wasserwerk

Seit einigen Jahrzehnten gibt es daher die sog. Wasserwerke. Diese pumpen das Wasser (das Rohwasser, also z.B. Grundwasser) aus tiefen Brunnen durch verschiedene Filtersysteme, reinigen es optisch und entkeimen es (falls es notwenig ist, was eben nicht immer der Fall ist, da vielerorts keimfreies (Grund)Wasser vorhanden ist), und stellen somit als Endprodukt reines, kristallklares Trinkwasser zur Verfügung. Weil das Grundwasser bereits eine natürliche Reinigung erreicht hat, indem es durch div. Erdschichten gesickert ist, die wie ein Filter wirken, wird auch dieses Wasser fast immer von den Wasserwerken weiter veredelt zu Trinkwasser. Das Grundwasser sickert übrigens ca. 1 Meter pro Tag. Nur sehr selten wird von den Wasserwerken das Quellwasser oder das Oberflächenwasser weiter veredelt.

Wieviel kostet eigentlich 1qm / m3 Trinkwasser?

Bild oben; eine Teilansicht (innen) eines Wasserwerkes. Für diesen Dienst, der freilich eine nicht unerhebliche Menge Energie (elektrische Energie für die Pumpen, und auch weitere Energie und Kosten) verursacht, müssen wir freilich einen gewissen Betrag pro m3 (Kubikmeter = 1000 Liter) Wasser bezahlen. Üblicherweise ist im Bezugspreis auch die Entsorgung über die Kanalisation (Abwasser) enthalten. Je nach Region sind die Preise unterschiedlich. Neben einem Grundpreis, ähnlich wie z.B. bei der Strom- oder Gasversorgung, ist der m3 Preis zu entrichten. Im Schnitt kann man ca. von 1,50 Euro pro 1000 Liter (= 1 m3 / qm) ausgehen.

Selbstverständlich wird Trinkwasser sehr streng kontrolliert. Es ist vermutlich das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Auch wer nicht am öffendlichen Wasserwerk angeschlossen ist, muss dann selber sein Wasser (was er selber aufbereitet) regelmässig kontrollieren lassen, min. dann, wenn dieses Wasser gewerbsmässig auch an andere Personen weiter gegeben wird. Reine Privathaushalte brauchen sich in aller Regel nicht an die sog. "Trinkwasserverordnung" halten.

By the way...

Übrigens; von dem Wasser, was als Niederschlag zu Boden fällt, versickert ca. 1/3 als Grundwasser, ein weiteres Drittel verbleibt auf der Oberfläche als Oberflächenwasser, und das dritte Drittel verdunstet wieder. Das Grundwasser wiederum gelangt durch verschiedene Erdschichten durchaus auch als "Quellwasser" wieder an die Oberfläche, und hat so schon eine durchaus recht gute Qualität. Quellwasser werden z.B. für Mineralwasser, aber z.B. auch für die Herstellung von Bier benötigt. Teile des Grundwasser können auch in die Meere gelangen.

Das Trinkwasser

Normalerweise gilt in allen Bereichen der EU, also auch in D, die sog. Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Diese beschreibt, welche Mineralien, Spurenelemente, aber auch welche Belastungen (z.B. Arsen, Blei, Cadmium, Chlorid, Eisen, Kupfer, Nitrat, Phosphat, Uran, Zink usw.) enthalten sein dürfen. Konkret sind dies aktuell (Stand 2013) 33 Soffe, die überprüft werden müssen. Auch chemische Abfälle wie Antibiotika, Pestizide oder Desinfektionsmittel können im Trinkwasser enthalten sein. Nur wenn diese Werte in gewissen Grenzen liegen, liegt eine sog. "Trinkwasserqualität" vor. Ist diese nicht gegeben, kann man das Wasser immer noch einsetzen, nur ggf. nicht trinken. Ebenso muss die Wasserversorgung nicht zwangsläufig unterbrochen werden. Eine gesundheitliche Gefährdung muss aber nicht zwangsweise der Fall sein. Grundsätzlich ist auch gutes Trinkwasser nicht steril. Es ist sogar erlaubt, das Bakterien darin enthalten sind. Deswegen darf es nicht längere Zeit in einer Leitung verbleiben. Es muss "durch die Leitung" laufen, und zwar min. innerhalb 3 Tagen sollte das Wasser im System (der Leitungen) ausgetauscht sein. Anderenfalls kann sich das Wasser negativ verändern, ohne das man das optisch sehen kann. Generell ist der Trinkwasserversorger für die Qualität und die Untersuchung verantwortlich.

Untersuchungspflicht

Auszug aus Wikipedia-Trinkwasserverordnung bezüglich Einzelversorgern mit Brunnen; "Bei Einzelversorgern, also z. B. abgelegenen Bauernhöfen mit einem eigenen Hausbrunnen müssen jährlich mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt werden. Der Abstand der chemischen Untersuchung wird vom Gesundheitsamt festgelegt, wobei die Untersuchung mindestens alle drei Jahre erfolgen muss. Welche chemischen Parameter zu untersuchen sind, bestimmt das Gesundheitsamt. Die Wasserhärte sowie die Werte, die zur Beurteilung der Korrosivität und somit der geeigneten Werkstoffe für die Wasserversorgung erforderlich sind, müssen in jedem Fall spätestens alle drei Jahre gemessen werden."

Untersuchung im gewerblichen Bereich

Auszug aus Wikipedia; "Lebensmittelbetriebe mit eigener Wasserversorgung und Betriebe, welche Ihr Wasser an andere Kunden veräussern, werden wie Wasserversorgungsunternehmen eingestuft, wobei die Untersuchungshäufigkeit und die einzuhaltenden Grenzwerte auf die tatsächlichen Produktionsumstände angepasst werden können."

Ergänzende Links