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Rekordfahrt 600 km

Rekordfahrt: rein elektrisch 600 km weit

14.03.2011 - JB/Jürgen Blumenkamp - im Oktober letzten Jahres drangen am Rande div. anderer Gerüchte eine "Sensation" nach aussen. Was davon stimmt, und was nicht, möchte ich versuchen hier zu klären. Denn leider wird diese Thematik irgendwie totgeschwiegen. Zufall, oder steckt die mächtige Ölindustrie dahinter? Elektrisch angetriebene Fahrzeuge, und zwar Personenkraftwagen, welche Ihre Antriebsenergie aus einem Fahrakku (im einfachsten Fall ein Bleisammler / Bleiakku) beziehen, gibt es schon sehr lange! Bereits um 1900 fuhren Personenwagen rein elektrisch, versorgt mit Energie von einem Akku! Das Bild oben zeigt Camille Jenatzy ein belgischer PKW Rennfahrer und Entwickler von Elektroautos, der bereits 1899 mit seinem Fahrzeug (La Jamais Contente) elekrisch per Akkukraft unterwegs war - und er war auch seinerzeit nicht der Einzige, der dieses erstaunliche Werk vollbracht hat. Und zwar schon vor über 100 Jahren. Heutige Entwickler tun sich offenbar viel schwerer. Warum nur?

Technische Grunddaten Audi A2 Umbau Elektro

Weitere techn. Daten Audi A2 Elektroumbau

Das Wunder von Berlin: die Rekordfahrt aus 2010

Mitte Oktober 2010 ist offenbar ein Audi A2 von München nach Berlin gefahren worden. Das Besondere daran ist nun, dass es sich um einen umgebauten Audi A2 handelt. Er hat keinen Verbrennungsmotor, sondern nur einen Elektromotor als Antriebsquelle. Das ist schon mal 1/3 einer Sensation. Das zweite Drittel besteht darin, dass dieses Fahrzeug von einem Akku mit Antriebsenergie versorgt wird. Na gut, ein Kabel wäre ja auch irgendwie "blöd". Das dritte Drittel ist dann die ganz besondere Sensation; die gesamte Fahrt - rund 600 km - gelang ohne nachladen. Wahnsinn! Ohne Frage! Da ziehe ich meinen Hut! Aber war dieses Ergebnis wirklich so sensationell? Nun, bisher ist sowas niemals gelungen. Kein Elektrofahrzeug konnte bisher so weit ohne Akkunachladung fahren. Zumindest ist mir davon nichts bekannt. Es ist das Erste mal! Weltrekord! Dennoch; von Berlin nach München (statt von München nach Berlin) hätte das Fahrzeug nicht geschafft. Denn die Strecke wurde gerade eben so bewältigt - kurz bevor der Akku seinen min. zulässigen Restenergiepunkt erreicht hat. München liegt ca. 400 Meter höher als Berlin. Hier zählen auch Kleinigkeiten, die den Erfolg ausmachen. Das Bild oben zeigt das Fahrzeug kurz nach der Ankunft in Berlin.

Wie lief die Fahrt / der Test denn ab?

Ein Redakteur der Motorwelt Redaktion durfte die ganze Fahrt dabei sein, und zwar in einem nachfahrenden Pressebus. Eingeladen zu dieser ganz besonderen Veranstaltung hatten die beiden Berliner Technologieunternehmen "DBM Energie GmbH" und "Lekker Energie". Kurz nach 20:00 Uhr erreicht der Redakteur den Startplatz in München, ein THW Gelände. Ein Tor öffnet sich, und Mirko Hannemann, Chef der Firma DBM Energy fährt den A2 vor. Hanneman hat die Akkus im A2 entwickelt. Kurz nach 20:30 Uhr drückt Ministerialrat Dr. Goerdeler vom Bundeswirtschaftsministerium den symbolischen Startknopf. Er hat auch den Kontakt zu den berliner Firmen aufgebaut, und die Projektförderung von 275.000,- Euro initiert. Das Geld kommt aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Das ganze Projekt kostet rund 500.000,- Euro. Warum müssen solche Projekte eigentlich immer so teuer sein? Die Restsumme wird offenbar von der Partnerfirma "Lekker Energie" bereit gestellt.

Es geht los

Im A2 sitzt nur der Fahrer. Es geht um einen Rekord, jedes Kg zählt. Mehrere Begleitfahrzeuge fahren hinterher. In einem Bus ebenfalls hinterher div. Pressevertreter. Im nachfolgenden Tross von Fahrzeugen - auch mehrere THW Fahrzeuge - ist in einem Dienstmercedes auch der Ministerialrat Dr. Goerdeler vom Bundeswirtschaftsministerium. Komisch: eine Person fehlt. Der Notar. Er hat abgesagt. Warum? Zufall? Warum lässt sich ein Notar so etwas entgehen? Nun muss der Ministerialrat Dr. Goerdeler als Leumund dienen. Reicht das? Auf der Autobahn könnte der A2 bis zu ca. 160 km/h fahren. Doch bei dieser Rekordfahrt wird Akkustrom gespart. Es wird nur ca. 80 bis 90 km/h gefahren - immer schön gleichmässig. Gut, warum nicht?

Ein paar Streckenhighlights

Etwas zur Technik des umgebauten Audi A2

Genaue technische Infos zum Fahrzeug versuche ich hier noch veröffentlichen zu können. Siehe Link unten.... Dazu laufen gerade Gespräche mit der DBM in Berlin. Der A2 wurde von einem 50 köpfigen Team in nur 6 Wochen umgebaut.

Bei dem verwendeten Akku handelt es sich um einen Lithium-Eisen-Polymer. Für Gabelstapler werden diese Akkus schon länger von DBM produziert. Sie sind leistungsfähig und bezahlbar. Hannemann (DBM) hat diese Technologie auf den Pkw übertragen. Wieso sind nicht die namhaften deutschen Forschungsinstitute oder die (Auto) Industrie auf so eine Batterie gekommen?

Wer ist eigentlich DBM Energie GmbH?

Die Firma DBM in Berlin beschäftigt sich mit Stromspeichertechniken. Ein Kerngebiet sind die "mobilen" Speicher. Das sind Akkus z.B. in Fahrzeugen, in PKWs. Ein weiterer Bereich ist der Bereich "Industriespeicher". Dabei handelt es sich um Akkus z.B. für elektrische Gabelstapler. Fast alle heutigen elektrischen Gabelstapler arbeiten noch mit recht alter, unmoderner Batt. Technik. Diese hat im wesentlichen ein recht hohes Gewicht, bezogen auf die mögliche Speichermenge. Die Speicherdichte eines Akkus beschreibt also, wieviel Volumen und Gewicht für eine gewisse speicherbare Energie (Wattstunden / Kilowattstunden) erforderlich ist. DBM beliefert schon heute einige Unternehmen mit hocheffizienten neuartigen Akkuspeichern, den sog. "KOLIBRI-Speichern" (Kolibri-Alpha-Polymer-Technologie). Diese werden z.B. in Gabelstaplern der Firma "Papstar" in Kall eingesetzt. Es handelt sich dabei um genau die gleichen Akkus, wie sie auch im Test Audi A2 bei der Weltrekordfahrt verwendet wurden. Der dritte Bereich sind Kraftwerksspeicher. Hierbei handelt es sich um besonders große, bzw. besonders viele zusammen geschaltete KOLIBRI Akkupacks, welche dann auch ganze Strassen/Siedlungen für Tage mit Strom versorgen können, während sie zwischenzeitig immer wieder - z.B. von Photovoltaikanlagen oder von Windkraftanlagen - nachgeladen werden. Die Vision von DBM ist meiner Meinung nach phantastisch, und zielt darauf ab, dass sich letztendlich jeder Haushalt, jede Firma, oder in größeren Dimensionen, jede Siedlung, jedes Dorf selber mit Energie versorgen kann. Dadurch werden Großkraftwerke (Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke) überflüssig. Zentraler Punkt sind dabei die Akkus, mit Ihren Stromspeicherfähigkeiten.

Die Akkus der DBM wurden von der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung) umfangreich getestet und für gut befunden.

Wer ist eigentlich lekker Energie?

Lekker Energie in Berlin ist Partner und teilw. auch Geldgeber der DBM in Berlin. Es handelt sich um einen kleinen regionalen Stromanbieter und Gasanbieter. Der Strom wird laut der Lekker Homepage ausschliesslich von umweltfreundlichen Kraftwerken erzeugt. Es wird wörtlich geschrieben; "wir sind Umweltfreundlich, und produzieren keine radioaktiven Abfälle, und keine CO2-Emissionen".

Was noch?

Ein ungewöhnlicher, bisher auch von der Kripo nicht aufgeklärter Fall ist im Dezember 2010 passiert. Das Weltrekordfahrzeug ist während einer nächtlichen Parkung in einer Halle aus unerklärlichen Gründen in Brand geraten, und wurde dabei vollständig zerstört! In einem Interview sagte der Chef der DBM dazu wie folgt;

ich darf dazu nichts konkretes sagen, weil dies die Ermittlungen gefährden würde. Nur soviel: Weder das Fahrzeug, noch die DBM, noch die Lekker Energie hat irgend etwas mit dem Brand zu tun. Wir wollten eigentlich mit dem Fahrzeug im Dezember noch auf einen Prüfstand der Dekra die Rekordfahrt nachfahren. Dann hätten wir neue Fakten über unsere KOLIBRI Akkus, und keine Mutmaßungen die uns schaden! Wir bauen allerdings gerade einen anderen A2 um, so dass uns bald wieder ein Fahrzeug zur Verfügung steht. Die Akkus selber bauen wir schon lange, und diese sind jederzeit reproduierbar. Im übrigen war in dem Brandfahrzeug nicht die Weltrekordbatterie drin. Weder zum Zeitpunkt des Brandes, noch zum Zeitpunkt der Testfahrt war ein "Unikat" als Batterie verbaut. Dies denkt offenbar die Welt. Rein technisch und fananziell sind wir also gar nicht großartig betroffen. Ein neuer Versuchsträger (Audi A2) wird gerade aufgebaut, übrigens ganz ohne Fördermittel, komplett mit eigenem Geld.

DBM Gründer Hannemann weiter: wir wollten mit unserer Testfahrt von München nach Berlin niemandem vorführen. Weder die aktuelle Akku-Industrie, noch die Autoindustrie. Beide haben es zwar bisher nicht geschafft - aus welchen Gründen auch immer - etwas vergleichbares zu erreichen, wie wir jetzt gezeigt haben, doch nochmals; wir wollten niemanden vorführen, niemanden düpieren (hinters Licht führen, hinwegtäuschen, irreführen, irreleiten, beleidigen). Wir wollten nur zeigen, was heute schon technisch machbar ist. Es war ein rein sportlicher Anreiz. Zum Dank dafür wurden wir allerdings angegriffen und sind im vermeintlich öffentlichen Interesse mit Unterstellungen bis hin zu Betrug überzogen worden. Wir hatten und wir haben jedoch niemals etwas Unrechtes getan. Das hat nicht mehr viel mit Fair Play zu tun, wie mit uns umgegangen wurde.

Ergänzende Links


Ich hoffe, dieser Beitrag hat Ihnen gefallen.

Ihr
Jürgen Blumenkamp