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Das Stromnetz

Brauchen wir wirklich ein neues Stromnetz?

26.05.2011 - JB - Der Ausbau des Stromnetzes. Immer häufiger ist die Rede davon, dass unser Stromnetz dringend erneuert werden muss. Dies ist bisher nicht geschehen, weil dabei erhebliche Kosten entstehen. Teilweise wird sogar gefordert, neue Hochspannungsleitungen zusätzlich zu errichten. Doch es ist verständlich, dass dies bei großen Teilen der Bevölkerung nicht gerade auf Zustimmung stößt. Hochspannungsleitungen sehen wirklich nicht schön aus. Wir wollen hier mal aufzählen, warum diese ganzen Dinge gefordert werden, und dann aufzeigen, dass es sehr wohl auch noch andere Lösungen gibt, die viel cleverer und für alle Beteiligten sogar billiger sind!

Warum diese Forderungen nach neuem Stromnetz?

Hintergrund ist, dass immer mehr Stromerzeugungsanlagen der sog. Alternativen Energie ans Netz gehen. Dabei handelt es sich um Windkraftanlagen, aber auch um kleine Heizkraftwerke, um Photovoltaikanlagen, und dgl. mehr. Da kommt eine sehr große Menge Energie (Megawatt/h) zusammen! Besonders die sog. "Offshore" Windkraftanlagen (also die auf hoher See gebauten) erzeugen sehr viel Strom, weil dort ja auch der Wind besonders stark weht. Ausserdem handelt es sich um besonders große Windanlagen. Doch die Stromleitungen können sehr oft zumindest die Spitzenleistungen dieser großen (Wind) Kraftwerke nicht aufnehmen. Die Folge ist für die Betreiber ärgerlich; die Windkraftanlage muss - vorrübergehend - abgeschaltet, oder herunter geregelt werden, weil die Stromleitungen nicht diese großen Strommengen transportieren können. Große Windparks erzeugen viel mehr Strom, als z.B. ein Atomkraftwerk, oder ein Kohlekraftwerk.

Die 4 großen Stromriesen, also Betreiber der ganz großen Kraftwerke (Kohle und Atomkraftwerke) wie Eon, Vattenfall, Enbw und RWE stören sich freilich wenig an diesem Umstand. Diese Firmen werden in Insiderkreisen auch als "die vier Belagerungsmächte" bezeichnet. Sie haben nur ein Ziel; Ihre Kraftwerke, die ja letztlich schwerfällige Dinosaurier sind, die man nicht mal eben abschalten kann, sollen "gefälligst" am Netz bleiben und Ihren Strom teuer verkaufen. Doch wir von Sonne-24 haben die Hoffnung, dass - irgendwann - auch diese "Macher" die Zeichen der Zeit erkennen, und freiwillig - weil nicht mehr zeitgemäss - Ihre Uraltkraftwerke entsorgen! Tatsächlich investieren schon heute auch diese "4 Stromriesen" erhebliche Geldsummen in Alternative Energie - allen voran Eon. Das sollte uns allen zu denken geben!

Warum eigentlich Hochspannungsleitungen?

Sehr große Kraftwerke stehen leider nicht dort, wo der gesamte erzeugte Strom abgenommen werden kann. Deswegen muss der erzeugte Strom über sehr lange Wege transportiert werden. Dabei entstehen z.T. sehr große Verluste. Damit diese sich im Rahmen halten, wird die Spannung auf extrem hohe Werte hochgesetzt (z.B. 400.000 Volt). Denn wenn die Leistung gleich bleibt, und die Spannung steigt, sinkt zwangsläufig der Strom. Weniger Strom bedeutet weniger Spannungsabfall und damit weniger Verluste. Problem: die hohe Spannung muss wieder auf ein brauchbares Maß (230 / 400 Volt) herunter gesetzt werden. Denn mit 400.000 Volt kann kein Haushalt etwas anfangen.

Wie kann die Lösung aussehen?

Die Lösung ist recht einfach, so einfach dass viele Menschen sich nicht vorstellen können, dass es funktioniert - weil es bisher niemand wirklich ausprobiert hat: man schalte nach und nach ALLE großen Kraftwerke (AKW, Kohle....) aus. Denn die großen Kraftwerke sind sog. "zentrale" Kraftwerke. Eine dezentrale Stromerzeugung (viele kleine Anlagen) ist jedoch viel fairer, denn sie kann nicht von wenigen (4) großen Stromriesen manipuliert und diktiert werden.

Wo kommt nun der Strom her? Ganz einfach, jeder Haushalt wird verpflichtet, eine PV (Strom aus Licht) Anlage auf seinem Hausdach zu installieren (wenn nicht schon vorhanden), die pro Jahr min. so viel Strom erzeugt, wie der Haushalt selber benötigt. Gleichzeitig wird jeder Haushalt verpflichtet, einen Stromspeicher im Haus (z.B. im Keller) zu installieren, der min. 2 bis 3 Tage den durchschnittlichen Tagesverbrauch des jeweiligen Haushaltes bereit stellen kann. Wenn also ein Haushalt im Jahr 2500 kWh benötigt, muss er einen Stromspeicher von min. 2500 / 365 Tage x 2 Tage = rund 15 kWh bereit stellen.

Was ist das für ein Stromspeicher?

Damit man sich diesen Speicher vorstellen kann: das sind 8 große 12 V AGM Akkus mit je 200 Ah. Dieser Akkutyp darf auch vollkommen unbedenklich in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Lebensdauer bis zu 10 Jahre, bei rund 1000 Zyklen (volle Zyklen, bzw. 2000 halbe Zyklen). So ein Speicher (Akku) kostet günstig eingekauft ca. 2500,- Euro (Stand März 2012). Ein geeigneter Wechselrichter mit Ladeeinheit kostet dazu passend ca. 1800,- Euro. So ein Gerät liefert 230 V bei ca. 3 kw Leistung - unter normalen Umständen reicht das für jeden üblichen privaten Haushalt aus, zumindest wenn nicht alle Großgeräte (Spülmaschine, Waschmaschine, Trocker, E-Herd...) gleichzeitig betreiben werden. Autarkie bedeutet, mit dem auszukommen, was man hat! Wer das nicht kann oder nicht will, der muss eben Strom vom Atomkraftwerk beziehen. Sozial ist das jedoch nicht, wenn man bedenkt welche Umweltschäden schon beim Uranabbau auftreten...

Der Wechselrichter hat einen Laderegler für die Akkus integriert. Die Ladeenergie kommt z.B. aus einer entsprechend dimensionierten PV Anlage, z.B. 5 KW (Kosten ca. 6.000,- Euro, Stand März 2012). Für Zeiten mit wenig Sonne kann auf Windkraft (ergänzend) zurück gegriffen werden. Wenn gar nichts mehr geht, kann der Wechselrichter auch automatisch einen Benzin/Diesel-Generator starten und auch wieder stoppen. So steht dann wirklich unabhängig und immer Strom zur Verfügung.

So ein System sollte in allen Haushalten zum Einsatz kommen. Auf diese Weise entsteht ein riesiges, stabiles, und vor allem sehr EINFACHES, unkompliziertes Stromnetz, welches VOLLKOMMEN ohne Hochspannungsleitungen auskommt, welches lediglich kleine Drehstromleitungen benötigt, notfalls sogar VOLLKOMMEN mit billigen Niedervolt-Erdkabeln auskommt. Die Haushalte sind also ausschl. auf "Niedervoltebene" (230 V bzw. 400 Volt Drehstrom) miteinander vernetzt. Umso mehr Haushalte miteinander vernetzt sind, umso unwahrscheinlicher ist ein Stromausfall, umso sicherer ist die Energieversorgung. Umso kleiner können dann auch die Akkus ausfallen. Weil viele kleine Anlagen eben zuverlässiger sind, als wenige Großanlagen.

Die Vorteile

weitere, wichtige Vorteile dieser Lösung.

Mit der hier vorgeschlagenen Vorgehensweise kann nicht nur ein Inselsystem (z.B. bestehend aus einem kleinen Dorf) aufgebaut werden. Dieses System ist beliebig erweiterbar, bis hin zu Landkreisen, Bundesländern, ganzen Ländern, ja sogar ganzen Kontinenten! Und das alles auf 230V / 400 Volt Ebene. Das alles ohne lästige Hochspannungsleitungen. Das alles sogar ohne Einspeisevergütungen, denn Einspeisevergütungen haben immer auch den üblen Beigeschmack, eine "Subvention" zu sein. Unsere Meinung von sonne-24 / Jürgen Blumenkamp; wir brauchen keine Subventionen. Gute Dinge (PV...Windkraft...usw.) werden eh die Sieger sein, auch ohne Subventionen.

Was ist mit elektrischen Verlusten?

Die Verluste in so einem "Niedervoltnetz" halten sich u.a. auch deswegen im Rahmen, weil es von vielen Stützstellen (jeder Haushalt, und ggf. auch Kleinbetrieben/Großbetrieben) gestützt wird. Die Funktionsweise dieses Niedervoltnetzes entspricht viel eher der Funktionsweise eines natürlichen (Strom) Netzwerkes als das jetzige Netz! Auch die Kosten für jeden einzelnen Haushalt sind überschaubar. Es gibt im wesentlichen nur einmalige Anschaffungskosten. Die laufenden Kosten (neue Akkus) sind geringer als die Stromrechnung von heute. Eine Stromrechnung bekommt auch niemand mehr. Warum auch? Jeder erzeugt ja für sich und andere selber den Strom. Man gibt also Strom ab in das Netz, und nimmt ihn ggf. bei Bedarf wieder zurück. Ein Konzept, welches auch in vielen anderen Bereichen pos. bewertet wird. Auch ein Stromzähler im Haushalt ist im Prinzip überflüssig.

Wer an die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit eines solchen Stromnetzes zweifelt, hat für innovative elektrotechnische Konzepte freilich nicht viel übrig. Unabhängig davon könnte man freilich auch interne Stromzähler verwenden, und eine Art "Ausgleichszahlungen" vereinbaren. Wer mehr Strom benötigt, als er selber erzeugt, muss eben etwas dazu bezahlen.

Hinweis; wenn der "Stromkrieg" um 1900 zwischen "Edison und Westinghouse" anders ausgegangen wäre (nämlich FÜR Edison, FÜR Gleichspannung), dann hätten wir heute noch viel weniger Probleme. Denn heute hat jedes moderne technische Gerät (wirklich jedes) eh intern einen Gleichstromzwischenkreis. Die Wechselspannung wird also sowieso intern in Gleichspannung umgewandelt. Heute verursachen Hochspannungsleitungen alleine aufgrund der gewaltigen kapazitiven Verluste soviel Energie, wie ein ganzes Kraftwerk herstellen muss. Mit Gleichspannung wäre das nicht passiert! Richtig, ein ganzes riesiges Kraftwerk arbeitet nur, um die kapazitiven Verluste der Hochspannungsleitungen auszugleichen. Wie schlau ist das denn?

Beste alternative Grüße
Jürgen Blumenkamp

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